Modereco / Mäßigung nachhaltig.besser.leben

Kontakt/Impressum

Weihnachtsgeschenke einmal anders

02.12.2015 | von Carolin Fritzsche

Enkeltauglich im Alltag? Kein Problem! Viele Ratgeber geben uns Anregungen, wie wir durch kleine Gewohnheitsänderungen nachhaltiger leben können. Aber wie sieht es außerhalb unseres Alltags aus? Nachhaltigkeit an Geburts- und Feiertagen erscheint als eine besondere Herausforderung. Hier finden Sie Vorschläge für ein enkeltaugliches Leben auch zu besonderen Anlässen. Dieses Mal: Weihnachten!

Weihnachten steht vor der Tür – und damit die Zeit des Beschenkens. Im christlichen Glauben wird über die zahlreichen Gaben an die Geburt Jesus‘ – das Geschenk Gottes – erinnert. Unabhängig von der Religion werden zu Weihnachten überall Geschenke ausgetauscht. Aber vielen Menschen sind die Geschenke eigentlich gar nicht so wichtig: Bedeutsam ist vielmehr, mit der Familie zusammen zu sein und sich wieder Zeit für einander zu nehmen. Manche betrachten auch die vorweihnachtliche Zeit als etwas ganz Besonderes: Schon die Vorfreude als die schönste aller Freude gehört zum Weihnachtsfest dazu.

Doch die Geschenke können manchmal die Vorweihnachtszeit ein wenig trüben. Gerade dann, wenn man kurz vor Weihnachten noch einmal in die Stadt zum Einkaufen muss: In den Läden wird es ungemütlich; die Leute hasten von einem Geschäft zum nächsten. Der Konsumwahn hat uns wieder einmal fest im Griff und lässt uns den eigentlichen Grund, warum wir Weihnachten feiern, vergessen.

Doch Geschenke gehören nun einmal zum Weihnachtsfest dazu. Was gibt es für Alternativen, die uns ein wenig den Stress beim Einkaufen nehmen, uns etwas achtsamer für die wirklich wichtigen Dinge machen, und vielleicht sogar nachhaltig sind?

1)    Zunächst könnte die Anzahl der Geschenke reduziert werden. Manchmal reicht nur eine kleine Aufmerksamkeit, um den anderen eine Freude zu machen. Das Wichteln entlastet vor allem bei großen Familien und Freundeskreisen: Jeder beschenkt nur eine zufällig ausgewählte Person. Diese bekommt dann ein Geschenk, auf das der Schenkende all seine Mühen und Kreativität konzentrieren konnte.

2)    Eigene Geschenke herzustellen (v. a. gemeinsam mit Freunden), kann einem in der Adventszeit viel Freude bereiten. Am einfachsten ist es, ein eigenes Talent zu nutzen: Wer gut backen oder kochen kann, beglückt seine Mitmenschen mit Köstlichkeiten aus der Küche (z. B. Geschenkideen aus der Küche oder hier). Strick- und Nähmeister können mit besonderen Stoffen und schöner Wolle schöne Aufmerksamkeiten herstellen (z. B. von Stoff und Stil). Für Hobbyfotografen bietet es sich an, ein neues Familienfoto für alle zu schießen. Bastelfreunde könnten sich an individuellen Weihnachtskarten probieren. Weitere Ideen finden sich bei Utopia (hier oder da). Zwar nicht eigene, aber trotzdem handgefertigte Besonderheiten finden sich auch auf dem Fairen Weihnachtsmarkt in Dresden.

3)    Ein gutes Geschenk ist auch einfach „Zeit“: Noch ein weiteres Kinderbuch für den Neffen? Verschenken Sie lieber einen Gutschein für ein wöchentliches Vorlesen. Weitere Ideen finden sich bei Zeit statt Zeug.

4)    Es gibt auch viele Geschenke, die gleichzeitig die Welt ein kleines bisschen besser machen. Gerade diejenigen, die schon alles haben und nicht noch mehr wollen, wissen solche Aufmerksamkeiten zu schätzen. Ideen findet man bei Utopia (hier oder hier) oder beim Naturschutzbund Deutschland.

5)    Wem die bisherigen Alternativen nicht zusagen, der kann zumindest die Verpackung etwas nachhaltiger gestalten. Schöne Gläser und Flaschen eignen sich gut für Leckereien wie Pralinen, feine Öle oder Tees. Diese kann man in den meisten Feinkostläden selbst mitbringen und sich das Gewünschte abfüllen lassen. Bilder von alten Zeitschriften eignen sich gut für Beschriftungsetiketten. Bücher und Kalender lassen sich prima mit Zeitungspapier einschlagen und mit Bildern und Papierschleifen verschönern.

Ganz stressfrei wird die Vorweihnachtszeit vermutlich nicht verlaufen. Aber es tut auf jeden Fall gut, sich auf das Wesentliche an Weihnachten zu besinnen: Lieber wenige, aber dafür sinnvolle und persönliche Geschenke zum Fest der Dankbarkeit und Liebe. Das tut dann nicht nur uns gut, sondern auch unserer Umwelt.